Ich liebe meinen Job, ja das tue ich wirklich.
Doch manchmal gibt es Tage da frage ich mich wirklich, wer diese ganzen Irren auf die Straße lässt.
Gibt es sowas wie kontrollierte Ausgangszeiten oder betreute Stadtführungen für geistig Umnachtete nicht mehr?
Denn immer mehr häuft sich die Anzahl derer, die mit dummen Fragen oder spontanen Geschlechtsumwandlungen versuchen mich in den Wahnsinn zu treiben. Folgendes spielt sich mittlerweile fast jeden Tag ab und es wird mittlerweile mehr als unfair, es immer auf das Wetter zu schieben. Soviel Chaos kann Petrus gar nicht anrichten, ich will ihn direkt von jeder Schuld freisprechen!
1. Spontane Geschlechtsumwandlung oder "Wie hieß ich nochmal?"
Wenn man eine Bestellung annimmt ist es durchaus üblich, den Vor- und Nachnamen des Kunden zu erfragen und auch dementsprechend zu notieren. Umso erstaunter ist man dann, wenn man eine stattliche Dame vor sich stehen hat, die auf die Frage nach ihrem Namen antwortet: "Martin Schmitt!"
Erst denkt man noch man hat sich verhört, doch selbst bei mehrmaligem Nachfragen immer wieder die gleiche Antwort! Transsexuelle vor, denke ich mir nur im Stillen, während der Chef schon mit hochgezogenen Augenbrauen und ein wildes Lachen unterdrückend neben einem steht! Und wenn das ganze mehrmals(!!!) hintereinander passiert, sieht man selbigen Chef nur noch nach hinten flüchten, während seine Augen schon anfangen zu tränen und die zusammengepressten Lippen zu zittern beginnen. Und man selbst??? Nun, in stummer Verzweiflung versucht man nicht ich die Tresenkante zu beißen und alles mit einem Leck-Mich-Lächeln abzutun. Liebe Leute, wenn ihr euch nicht sicher seit wen oder was ihr darstellen sollt: morgens ein Blick in den Spiegel oder einmal kurz auf dem Personalausweis spicken soll manchmal helfen!
Aber das ist noch nicht mal das Worst-Case-Szenario. Neiiiiin, es gibt Menschen, die toppen das alles noch und zwar mit der Top-Drei meiner mittlerweile etablierten Lieblingsfragen:
"Sie sind doch ein Buchladen?!"
Was soll man da antworten? Wenn man diese Aussage richtig interpretiert, kann nur eine Antwort die richtige sein: "Nein, ich bin kein Buchladen, ich arbeite nur in einem!"
"Verkaufen Sie auch Bücher?"
Umgeben von mehr als 3000 Titeln namhafter Autoren fällt es schon schwer bei dieser Frage die Fassung zu bewahren. Einzig richtige Reaktion: "Nein wir sind eigentlich eine Metzgerei, aber unser Lieferant ist heute nicht gekommen und so mussten wir kurzerhand das Sortiment umstellen!" (Diese Frage wurde wirklich schon gestellt!)
"Kann man bei Ihnen auch Bücher bestellen?"
Der Kunde vor dem Fragenden steht am gleichen Computer wie der Fragende selbst, nur halt ein Stückchen hinter ihm und konnte folgende Aussage des Verkäufers ohne Probleme vernehmen: "Ihr Buch ist bestellt und sie können es morgen abholen!"
Und dann kommt sowas; allen Ernstes! Auch die Antwort kam prompt: "Nein können wir leider nicht, wir haben nur die Bücher, die sie hier sehen!"
Konsequenz: "OK, da kann man nichts machen!", drehte sich um und verließ den Laden.
Das Einzige was man dann noch tun kann, ist den Kopf zu schütteln und in seiner Verzweiflung den Feierabend herbeizusehnen.
Aber glücklicherweise ist ja nicht jeder Tag so.....zumindest die meisten....ok ein paar.....fast jeder, kann man sagen. Wie man es überlebt, fragen Sie? Lächeln, nicken und sich darüber freuen, das man auf der anderen Seite des Tresens steht!
Es verabschiedet sich bis zum nächsten Mal
TheRaven
Wunderschön Formulierter erster Eintrag :) Mach weiter so :-D
AntwortenLöschendu glaubst nicht was man alles so zu hören und sehen kriegt, wenn man in einem laden in der düsseldorfer altstadt arbeitet. würde ich die geschichten aufschreiben, niemand würd sie mir glauben.
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